Zwei Teile. Links die Analyse des Kontos, rechts die konkreten Punkte, die aus dem Tracking-Fix vom 5. August für dich folgen.
Miguel, das hier ist ein erster Durchgang durch das Konto, gemacht von einem System, das es seit ein paar Stunden kennt. Du kennst es seit Jahren. Deshalb sind an mehreren Stellen Fragen eingebaut statt Schlussfolgerungen: dort fehlt uns Wissen, das nur du hast, und deine Antwort verändert nicht die Formulierung, sondern das Ergebnis.
Zur Einordnung, offen gesagt: Der erste Entwurf enthielt vier Befunde und einen Rechenfehler, die einer Prüfrunde nicht standgehalten haben. Sie sind hier nicht mehr drin. Was übrig blieb, ist weniger und vorsichtiger, dafür nachgerechnet. Am Ende steht, wie das zustande kam.
Das steht bewusst vorne und nicht im Kleingedruckten, weil es jede folgende Zahl begrenzt.
| Bereich | Anteil | Was fehlt |
|---|---|---|
| PMax, Suchbegriffsebene | 47,6 % der Klicks | ohne Kategorie-Label, Google gibt keine Auskunft |
| Search + Shopping | 19,9 % des Spends | Datenschutzschwelle im Suchbegriffsbericht |
| PMax + Demand Gen | 47,5 % des Kontos | gar keine Query-Ebene |
Eine Einschränkung dazu, die ich zuerst falsch hatte: PMax ist nur auf der Suchbegriffsebene eine Blackbox. Die Placement-Ebene ist vollständig abrufbar, 20.211 Zeilen für den Juli. Dort steht auch ein Befund, siehe 3.4.
Das ist die einzige Frage im Konto, an der eine relevante Summe hängt. Alles andere in diesem Bericht bewegt zusammen unter 1.000 € im Monat.
| Schritt | ROAS | Begründung |
|---|---|---|
| wie Google meldet | 2,65 | Juli 2026, klickdatiert |
| minus Markenqueries in Non-Brand-Kampagnen | 2,60 | ≈264 € plus Firmennamen-Suche |
| minus Storno (2,08 %) | 2,54 | Googles Lesart |
| zusätzlich ÷ 1,55 Attributionsprämie | 1,64 | GA4-Lesart, pessimistisch |
| Break-even-Linie | 1,46 – 1,77 | Bruttopreis ÷ DB1, plus Retouren und Porto |
Ergebnis: Non-Brand verbrennt kein Geld. Googles Lesart liegt deutlich über der Linie. Selbst die pessimistische Lesart landet praktisch auf der Linie, dort verdient Non-Brand vor dem ersten Wiederkauf allerdings auch nichts.
Vom 17. bis 27. April lieferte das Konto null Impressionen. Der 16. war ein Abrampen-Tag (28 €), der 28. ein voller Neustart. An den 19 Lauftagen lief der April mit 531 €/Tag gegen 630 € bei den Nachbarmonaten, also nur 16 % niedriger. In den dunklen Tagen liefen trotzdem 21.097 € kaufdatierter Umsatz herein, aus Klicks der Vortage.
Was war zwischen dem 16. und 28. April, eine Sperre, ein Zahlungsausfall oder ein bewusster Stopp? Und wurde es damals bemerkt? Ein unbemerkter elftägiger Ausfall wäre ein Monitoring-Thema, ein bewusster Stopp eine Information, die wir für alle Zeitvergleiche brauchen.
Ein einziger Suchbegriff bindet 8,8 % des Non-Brand-Budgets und liegt unter jeder Break-even-Linie. Der Longtail um PEA herum und das Produkt im Feed tragen dagegen (PEA 120 Kapseln im Feed: 1.590 € bei ROAS 2,54). Es ist also kein Produkt-, sondern ein Suchwortproblem, konzentriert auf den nackten Gattungsbegriff.
Dasselbe Muster bei pea schmerzmittel (25 €, 34 Klicks, null Conversions). Der
Begriff ist zusätzlich heikel: „Schmerzmittel" neben einem Wirkstoffnamen ist in Googles
Healthcare-Policy ein bekannter Ablehnungsgrund.
| Kampagne | Spend | Auktionsanteil | Verlust überwiegend durch |
|---|---|---|---|
| Search Non-Brand Generic | 6.690 € | 19,5 % | Rang (72,8 %) |
| PMax ohne Feed | 3.214 € | < 10 % | Rang, teils Budget (16,1 %) |
| PMax Feed-Only | 4.592 € | 42,5 % | Rang (57,5 %) |
| Search Brand DE | 787 € | 81,8 % | — |
Drei dieser Werte sind Googles Zensurwerte („unter 10 %", „über 90 %"), keine Messwerte. Erkennbar daran, dass sich die Anteile bei PMax ohne Feed auf 105 % summieren.
Zur Ursache gibt es zwei Erklärungen, und die Daten stützen eher die zweite. Naheliegend wäre: die ROAS-Ziele liegen über der Ist-Leistung, also bietet Google vorsichtig. Es gibt aber eine mechanische Alternative, den Qualitätsfaktor.
| Kampagnentyp | Ø Qualitätsfaktor | schwache Komponente |
|---|---|---|
| Brand | 9,1 – 9,2 | — |
| Non-Brand Generic | ≈ 6,0 | Landingpage-Erfahrung, fast durchweg unter dem Schnitt |
Das ist die direkte Brücke zu deiner Landingpage-Arbeit: Wenn die LP-Erfahrung die schwache Komponente ist, wirkt ein LP-Rollout genau dort. Wir haben den Ist-Stand je Keyword eingefroren, damit sich der Effekt später zuordnen lässt.
| Platzierungstyp | Impressionen | Anteil |
|---|---|---|
| Google Owned & Operated | 90.486 | 56,8 % |
| YouTube-Videos | 35.236 | 22,1 % |
| Websites (Display) | 33.519 | 21,0 % |
Größte Einzelplatzierungen: kleinanzeigen.de (11.386), t-online.de,
ecosia.org, focus.de, weather.com. Unter den YouTube-Platzierungen
ein „Video no longer available" mit 1.193 Impressionen und ein Video mit dem Titel
„So manipuliert die Pharmaindustrie unsere Ärzte" mit 654.
Das ist kein Effizienz-, sondern ein Markenthema. Für einen Nahrungsergänzungsanbieter im regulierten Umfeld ist es eine bewusste Entscheidung wert, ob die Marke neben solchen Inhalten erscheint. Platzierungsausschlüsse sparen in PMax kein Geld, sie verteilen es um. Der Grund wäre hier ein anderer.
Non-Brand-Spend nach Produktgruppe, nur der am Suchbegriff auflösbare Teil (5.503 € von 15.091 €):
| Gruppe | Spend | ROAS |
|---|---|---|
| CDL / CDS / Chlordioxid | 2.692 € | 2,42 |
| PEA | 1.157 € | 1,59 |
| Borax | 546 € | 3,48 |
| DMSO | 223 € | 3,01 |
| übrige (Silber, NAC, Methylenblau, Sonstiges) | 885 € | ≈ 2,4 |
In der Suche dominieren CDL, Borax und DMSO. Über den Feed dominiert dagegen PEA. Das ist vor allem eine Rückmeldung an unser eigenes Playbook, das die Feed-Seite besser trifft als die Suchseite.
Diese drei Verdachtsmomente lagen nahe und haben sich alle nicht bestätigt. Sie stehen hier, weil ein Prüfergebnis auch dann zählt, wenn es negativ ausfällt.
Der Markenanteil in PMax liegt bei 3 bis 6 %, untere Schranke, da die Kategorie-Erkennung unvollständig ist. Dieselbe Messung erkennt bei Search Brand DE 84 %. Die Kampagnen fischen nicht im selben Teich.
Wir haben gezielt nach Suchbegriffen gesucht, die Geld kosten und nie konvertieren. Ergebnis: 96 Begriffe mit mindestens fünf Klicks und null Conversions, zusammen 658 €.
Bei einer Conversion-Rate von 3,7 % wären rein zufällig 95,8 Begriffe und 676 € zu erwarten. Die Abweichung beträgt 0,03 Standardabweichungen. Es gibt hier nichts zu holen, eine Negativliste auf dieser Basis würde Traffic abschalten, der im Erwartungswert normal läuft.
Markenqueries in Non-Brand-Kampagnen: 264 €, also 4,6 %. In der Generic-Kampagne liegt der Markenanteil bei 2 %. Einschränkung: Unsere Marken-Erkennung ist selbst nicht kalibriert, „alveda gmbh" etwa haben wir zunächst übersehen.
Frage 1 steht oben bei den Apriltagen. Diese drei kommen dazu. Eine kurze Mail mit „F1: … F2: …" reicht völlig.
Am 20. Juli wurde AI Max aktiviert. War das ein Test, und mit welcher Erwartung? Das verändert die Zusammensetzung des Traffics und damit jeden Vergleich über dieses Datum hinweg.
Gibt es Ablehnungen oder Einschränkungen im Merchant Center, insbesondere bei CDL, Borax, DMSO und kolloidalem Silber? Bei diesem Sortiment ist die Healthcare-Policy vermutlich die bestimmende operative Kraft. Sie könnte mehrere Muster auf einmal erklären, die uns aufgefallen sind: warum CDL im Non-Brand-Feed praktisch nicht vorkommt, und warum 153 der 168 Kampagnen pausiert sind.
Welche Rolle hat DSA hier, Umsatz oder das Finden neuer Suchbegriffe? Mit 323 € und 17 Conversions trägt die Zahl kein Urteil. Wenn es Query-Discovery ist, ist das der Preis dafür, und die Frage erledigt sich.
Alles über die Google-Ads-API v21, lesend. Der Zugang hat eine Code-Sperre gegen Schreibzugriffe, die bei jedem Lauf geprüft wird. Am Konto wurde nichts verändert.
Analysefenster ist durchgehend der volle Kalendermonat Juli 2026 mit absoluten Datumsgrenzen. Das ist wichtiger, als es klingt: Google datiert Conversions auf den Klicktag, und bei 90 Tagen Rückblickfenster ist ein Monat erst nach drei Monaten fertig ausgezählt. Gemessen kommen 9,4 % der Käufe erst nach über 30 Tagen. Ein frisch gezogener Monat liegt dadurch rund 15 % zu niedrig, ein Fehler, in den wir zunächst selbst hineingelaufen sind.
Dazu ein Rechenfehler auf unserer Seite, der nicht im Konto lag: Die Break-even-Werte stehen bereits in Googles Meldeeinheit. Wir hatten zusätzlich durch 1,07 geteilt und die Mehrwertsteuer zweimal abgezogen. Details im Tab „Deine Todos".
Das Tracking wurde am 5. August von Grund auf durchgemessen, mit einem echten Testkauf über einen echten Anzeigenklick. Der Zähler ist sauber: eine Conversion-Action, richtige Seite, Transaktions-ID drin. Zwei Dinge, die still Zuordnungen gekostet haben, sind seither repariert.
Falls du die erste Fassung dieses Briefings schon gelesen hast: Zwei Rechenregeln darin waren falsch, beide zu deinen Ungunsten. Sie sind unten richtiggestellt und mit Rechenweg belegt.
Kurz: Nicht durch 1,07 teilen, und die Kill-Linie liegt bei 1,46 bis 1,77 statt bei 1,75 bis 2,28. Wenn du nach der alten Regel gerechnet hast, sahen deine Kampagnen rund 7 % schlechter aus, gemessen an einer rund 30 % zu hohen Latte.
Zahlen davor und danach sind nicht vergleichbar. Zwei Effekte überlagern sich, und sie sehen in der Oberfläche gleich aus:
Die Trennung ist einfach: Mehr Conversions bei gleichem Klickvolumen = Messung. Der echte Test sind die Bestellungen in JTL, die ändern sich durch einen Tag-Fix nicht.
Das Klick-Cookie wurde gelöscht. Das Cookie-Plugin des Shops entfernte
_gcl_aw und _gcl_au bei jedem Besucher, der nicht ausdrücklich zugestimmt
hatte. Gleichzeitig meldete der Tag Manager an Google pauschal „Zustimmung erteilt". Das war der
teuerste denkbare Mischzustand: Google glaubte, es dürfe speichern, der Shop löschte es danach,
und weil Google von Zustimmung ausging, griff auch seine Modellierung nicht, die genau dafür
gedacht ist.
Seit dem 5. August, etwa 14:35 Uhr, werden die Klick-Cookies gesetzt.
Am Testkauf gemessen: Bestellung über 32,30 € (27,40 € Ware plus 4,90 € Versand), gemeldet wurden 27,40 €. Also Warenwert inklusive Mehrwertsteuer, ohne Versand.
Die Break-even-Linien in Anhang A stehen bereits in genau dieser Einheit.
Nachrechnen: PEA Mensch 3er kostet 69,87 € brutto, der DB1 ist 47,87 €, und
Anhang A nennt 1,46. 69,87 ÷ 47,87 = 1,46 — das ist der Bruttopreis geteilt
durch den DB1, nicht der Nettopreis. Die Preisliste führt dieselbe Formel als eigene Spalte.
Also: keine Umrechnung. Gemeldeter ROAS und Anhang-A-Linie sind direkt vergleichbar.
Im DB1 der Preisliste stecken Material, Produktion, Versandkosten und Zahlungsgebühren bereits drin. Nicht enthalten sind nur Retouren und die Porto-Unterdeckung bei kleinen Warenkörben. Das sind grob 2 bis 5 € je Bestellung.
| Größe | Wert |
|---|---|
| DB1-Linie aus Anhang A (brutto ÷ DB1) | 1,39 – 1,70 |
| plus echter variabler Rest (2–5 €) | 1,46 – 1,77 |
| Storno-Abzug auf den gemeldeten ROAS | × 0,979 |
Die frühere Angabe „25 % über DB1" beruhte auf einem Kostenkorridor von 8 bis 15 €, der in seiner Quelle je Neukunde und Jahr gilt und Personal enthält, also Fixkosten. In eine Grenzentscheidung gehört er nicht.
| Lesart | ROAS | gegen 1,46 – 1,77 |
|---|---|---|
| Google, nach Storno | 2,54 | deutlich darüber |
| GA4, pessimistisch (÷ 1,55) | 1,64 | praktisch auf der Linie |
Wir haben geprüft, ob GA4 einen Trackingfehler hat: nein. Beide Systeme hängen am selben Tag auf derselben Seite, GA4 sieht 94,6 % der Anzeigenklicks. Die Differenz sind geräteübergreifende Zuordnung und Modellierung, das kann GA4 strukturell nicht leisten. Es sind also echte Käufe, nur von außen nicht nachprüfbar.
Achtung bei DACH Shopping Brand. Dort liegt die Prämie bei 55 %, nicht bei den 12 bis 18 % der Search-Brand-Kampagnen. Die Kampagne heißt Brand, verhält sich attributionsseitig aber wie Non-Brand.
Diese stehen auf „primär" und „in Conversions einbeziehen" und zählen nur deshalb
nichts, weil ihre Datenquelle (Universal Analytics) tot ist: Sitzungen mit Seitenaufruf
/checkout/confirm/, Bezahlvorgang, Sitzungen mit Seitenaufruf
/checkout/shippingPayment, Intelligentes Zielvorhaben.
Käme an dieser Quelle je wieder etwas an, zählten Checkout-Seitenaufrufe sofort als Conversions und Smart Bidding optimierte auf Seitenaufrufe. Auf sekundär stellen oder entfernen.
Hyros Purchase klären
Typ UPLOAD_CLICKS, aktiv, sekundär, liefert null. Frag Robert, ob Hyros noch
läuft. Ohne Antwort binnen einer Woche entfernen, das ist reversibel.
Anrufe über Anzeigen prüfen
Steht auf primär und in-metric, trug im Messfenster null. Frag Robert, ob Anrufe je ein Ziel waren. Ohne Antwort binnen einer Woche auf sekundär.
105 Stornos auf 5.059 Bestellungen sind 2,08 %. Abgezogen wird bisher nichts, der ROAS ist also dauerhaft rund 2 % zu hoch. Die Stornodaten liegen in JTL. Wenn du das einrichtest, ist das eine zweite Schnittkante: Datum notieren.
Die LPs unter *.waldkraft.bio tragen aktuell kein Google-Tag, ein Klick dorthin
ginge verloren. Der Fix ist in Arbeit, mit Abnahmetest. Alle aktiven Kampagnen zeigen direkt in
den Shop, dort ist alles gut.
Wir lassen dann unser Prüfskript laufen; es fällt durch, wenn ein zweiter Zähler auftaucht, das Purchase-Tag seine Transaktions-ID verliert oder an einem falschen Trigger landet. Du brauchst das Skript nicht selbst, nur die Nachricht. Antwort kommt am selben Tag.
Gemeldeten ROAS nehmen, Storno abziehen (× 0,979), gegen 1,46 bis 1,77 halten. Keine Umrechnung auf netto. Nur bei knappem Ausgang zusätzlich die GA4-Lesart danebenlegen (÷ 1,55), und die als Untergrenze lesen, nicht als zweite Wahrheit.
Google Ads kennt zwei Conversion-Zahlen für denselben Zeitraum: klickdatiert und conversiondatiert. Im Messfenster waren das 2.057 gegen 2.454. Mischst du sie, misst du 19 % Phantom.